Projektüberblick
Im Rahmen des A&K-Projekts wurde für die Detlev Louis Motorrad-Vertriebsgesellschaft mbH ein innovatives, digitales Filialkonzept entwickelt. Ziel war es, das stationäre Einkaufserlebnis im Bereich Motorradhelme technologisch aufzuwerten und den Beratungs- und Kaufprozess durch interaktive Elemente zu verbessern.
Im Fokus standen insbesondere:
- Analyse des bestehenden Filial- und Beratungskonzepts
- Identifikation von Optimierungspotenzialen im Helmverkauf
- Entwicklung eines digitalen, interaktiven Store-Elements
- Konzeption eines prototypischen Helm-Teststands
Ausgangslage
Der stationäre Einzelhandel steht zunehmend unter Wettbewerbsdruck durch den Onlinehandel. Kund:innen erwarten heute nicht nur ein Produkt, sondern ein Erlebnis, das Information, Beratung und Interaktion vereint.
Gerade im Bereich Motorradhelme bestehen besondere Anforderungen:
- hohe Beratungsintensität
- Sicherheitsrelevanz des Produkts
- große Modellvielfalt
- unterschiedliche Passformen und technische Eigenschaften
Die Herausforderung bestand darin, ein Konzept zu entwickeln, das:
- Kund:innen aktiv in den Auswahlprozess einbindet
- Informationen verständlich und intuitiv vermittelt
- das Filialerlebnis emotional aufwertet
- und gleichzeitig wirtschaftlich realisierbar bleibt
Vorgehen & Methodik
Das Projekt wurde methodisch strukturiert und orientierte sich am Design-Thinking-Ansatz.
Das Vorgehen umfasste:
- Markt- und Wettbewerbsanalyse
- Analyse bestehender Filialprozesse
- Durchführung einer Kundenbefragung
- Identifikation zentraler Pain Points im Kaufprozess
- Ideengenerierung und Konzeptentwicklung
- Entwicklung eines prototypischen Helm-Teststands
Im Mittelpunkt stand die nutzerzentrierte Entwicklung eines Konzepts, das reale Bedürfnisse adressiert und technisch umsetzbar ist.
Zentrale Erkenntnisse
Die Analyse zeigte, dass Kund:innen insbesondere folgende Aspekte schätzen:
- kompetente Beratung
- transparente Produktinformationen
- Vergleichsmöglichkeiten zwischen Modellen
- ein emotionales Einkaufserlebnis
Gleichzeitig wurde deutlich, dass:
- Informationsvermittlung oft rein verbal erfolgt
- technische Unterschiede schwer greifbar sind
- digitale Elemente im stationären Handel noch unzureichend genutzt werden
Hier lag das zentrale Innovationspotenzial.
Sollkonzept & Ergebnisse
Auf Basis der Analyse wurde ein interaktiver Helm-Teststand konzipiert, der digitale und physische Elemente kombiniert.
Kernelemente des Konzepts:
- interaktive Informationsdarstellung zu Helmtechnologien
- visuelle und multimediale Inhalte
- strukturierte Vergleichsmöglichkeiten
- Unterstützung des Beratungsprozesses
- prototypische Umsetzung als Demonstrator
Das entwickelte Konzept verbindet Erlebnis, Information und Beratung in einem integrierten Filialmodul.
Mehrwert & Transfer
Das Projekt zeigt exemplarisch, wie wirtschaftsinformatische Methoden auf reale Herausforderungen im Einzelhandel angewendet werden können.
Der Mehrwert liegt insbesondere in:
- der Verbindung von Digitalisierung und stationärem Handel
- der nutzerzentrierten Entwicklung eines Store-Konzepts
- der Übertragbarkeit auf weitere Produktkategorien
- der strategischen Weiterentwicklung des Filialerlebnisses
Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur digitalen Transformation des stationären Handels im Kontext moderner Customer Experience.
